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Groschenromane – Papierverschwendung?

Groschenromane sind immer noch sehr beliebtWir kennen sie alle – Sie stehen in jedem Zeitungsladen und nur wenige Menschen geben öffentlich zu, diese “Groschenromane” zu lesen. Diese Heftromane existieren seit dem 19. Jahrhundert, und es stellt sich die Frage, ob die Bevölkerung diese Art der Lektüre braucht oder ob es pure Papierverschwendung geworden ist.

Viel Lektüre für wenig Geld

Die Geschichten, die in diesen Romanen behandelt werden, handeln meist von der großen Liebe und der Schwierigkeit sie zu bekommen. Die meisten Hefte werden monatlich veröffentlicht, einige auch wöchentlich. Allerdings hat diese Branche der Literatur eine immer geringere Leserschaft, da die Romane als einfach gestrickt und nicht besonders anspruchsvoll gelten.
Somit werden immer öfter Stimmen laut, die die Produktion der Groschenromane als Papierverschwendung ansehen und nicht verstehen können, warum sie immer noch produziert werden. Tatsache ist, dass es eine Leserschaft für die Geschichten gibt, da der Verkauf ansonsten längst hätte eingestellt werden müssen.
Die Heftromane sind vor allem bei älteren Menschen sehr beliebt, da sie nicht viel Lektüre für wenig Geld bieten. Bücher dagegen sind meist um ein Vielfaches teurer und können deshalb nicht so in Massen gelesen werden.
Außerdem ist der Stil der Geschichten reine Geschmackssache. Manche mögen eine leichte Lektüre um entspannen zu können, während andere lesen, um sich weiter zu bilden und etwas zu lernen. Oftmals entscheiden sich die Geschichten eines Heftromans nicht wesentlich von der eines herkömmlichen Liebesromans.

Lange Tradition

Der Groschenroman hat eine lange Tradition und gehört einfach zum Zeitschriftenhandel dazu. Sie sind nicht besonders anspruchsvoll aber das gilt für viele Zeitschriften und auch Bücher. Somit lässt sich sagen, dass die Groschenromane nicht unser größtes Problem sind, wenn wir von Papierverschwendung reden. Eine Lösung die sich allerdings anbietet, und in den nächsten Jahren wahrscheinlich auch durchsetzen wird, ist das E-Book. Mit diesen Geräten kann man eine Menge Papier einsparen – auch das der Groschenromane.

Foto: Noah Golan – Fotolia

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29. Jul, 2011

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